Lagerblog Skilager 18

Skilager Flumserberge, 15. bis 19. Januar 2018

Lagerblog 5, 18.1., 22.30, Rennabsage

Leider musste das Skirennen abgesagt werden. Obwohl Organisatoren und Pistenarbeiter an die Grenze des Machbaren gegangen waren, konnte die Rennleitung aufgrund ständig wechselnder äusserer Bedingungen keinen fairen Wettkampf garantieren. So entschloss man sich schweren Herzens, die Athleten sowie zehntausende Zuschauer wieder ins Tal zu schicken.

Über Nacht war viel Neuschnee gefallen. Noch immer war der Wind ein Thema, aber zum Glück liefen die tiefer gelegenen Anlagen. Bis am Mittag hatten alle schon einige Kilometer auf Schnee zurückgelegt. Auch das Nachtschlitteln wurde von den Bergbahnen abgesagt, da für den Abend nochmals Wind erwartet wurde. Um 15.00 entschlossen sich zwei Gruppen kurzerhand, die Schlitten doch noch in Betrieb zu nehmen. Wir schafften drei Abfahrten, für die Kinder ein Riesengaudi. Die Bahn war nicht allzu schnell und alle Sturzräume waren mit Neuschnee gut gepolstert.

Nun gab es aber ein Problem. Wir hatten zwar schöne Preise für die Kinder ins Lager genommen, das Rennen dazu fehlte aber. Zum Glück gibt's Lotto. So fanden alle Artikel neue, glückliche Besitzer. Selbstverständlich durften alle Kinder etwas Kleines auswählen.

Heute denken wir schon wieder ans Zusammenpacken. Das Schulmaterial ist bereits in Kisten verstaut. Die Kinder mussten ihre Taschen packen. Morgen müssen sie noch vor dem Morgenessen ihre Zimmer räumen. Nach dem Frühstück wird das Haus geputzt, auch hier packen dann alle mit an, für jedes Kind gibt es ein kleines Ämtli. Erstmals werden wir am Freitag das Mittagessen in einem Restaurant einnehmen, damit das Haus schon fertig geputzt und abgegeben werden kann. 

Alle Kinder sind gesund, wir hatten während der ganzen Woche keine kranken oder ernsthaft verletzten Kinder! Hoffen wir, dass das auch bis morgen Abend so bleibt!

Lagerblog 4 - 17.3., 22.00 - frisch gewaschen

Schon beim Fussmarsch Richtung Hallenbad schwante mir Übles. Aus allen Richtungen bewegten sich Schulklassen Richtung Mittenwald. Scheinbar hatten noch einige andere dieselbe Idee gehabt wie wir. So beschleunigten wir unsere Schritte geringfügig, wohl ohne uns etwas anmerken zu lassen, doch aber so, dass wir das Hallenbad knapp als erste erreichten. Immerhin konnten wir so die Garderoben als erste in Beschlag nehmen. Wenig später traf dann aber Unvermeidliche ein. Etwa 200 Kinder versuchten, ihre Körper ins 10 x 25 m Becken zu quetschen. Das führte von aussen beobachtet zu recht lustigen Situationen. Wir machten aber das Beste daraus und vergnügten uns trotzdem ganz gut. Im Anschluss durften die Kinder in den Läden von Flumserberg ihr Sackgeld verdunsten. Einige machten von der Gelegenheit Gebrauch, andere kehrten lieber sofort ins Haus zurück.

Nach dem Nachtessen brach in den Zimmern, Gängen und vor allem Waschräumen eine seltsame Hektik aus. Alle warfen sich in Schale, schmierten sich alle verfügbaren Gel-Reserven aufs Fell und taten sonst noch so einige lustige Dinge, um sich Casino tauglich herzurichten. Dann wurden alle mit einem beachtlichen Betrag ausgerüstet. Damit konnten die Kids dann bei den Leiterinnen und Leitern Geld verdienen oder verlieren, je nach Glück oder Pech im Spiel. An der Bar gab es coole Drinks für wenig Geld.

Nun sind die jüngeren im Bett. Die 5./6. Klässler vergnügen sich noch ein paar Minuten in der Disco, aber dort haben wir Alten keinen Zutritt. Ich weiss leider nicht, was da im Keller passiert…. Es geht allen Kindern gut. Wir haben keine ernsthaft Verletzten. Einige kleinere Wehwehchen verarzten wir mit unserer Lagerapotheke. Meist hilft eine Pause und etwas Zuspruch.

 

Lagerblog 3, 17.1., 13.30 - Vom Sturm geküsst

Heute besuchte uns Evi. Nein, nicht jene vom Kobelwald, sondern Sturm Evi. Weil das Hallenbad am Nachmittag erst um 14.00 öffnet, bleibt ein wenig Zeit, einen Mittagsblog zu verfassen.

Trotz Wind und Schnee wagten wir uns am Vormittag auf die Bretter. Der Prodalp Express beförderte uns auf den Berg, aber die Gondeln schwankten schon bedenklich. Wenig später wurde der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt. So blieben uns vorerst die tiefer gelegenen Schlepplifte, bis auch hier die meisten vor zu viel Wind kapitulieren mussten.

Wir zogen unsere Spuren, welche augenblicklich wieder verwischt wurden, über tief eingeschneite Hänge. Evi hat uns wieder mitten in den tiefsten Winter katapultiert. Doch auch dieses Wetter kann seinen Reiz haben, wenn die eigene Einstellung stimmt. Die Kinder jedenfalls hatten Freude, die elementare Gewalt der Natur direkt am eigenen Leib zu spüren, mindestens für einige Zeit. Dann machte ein Besuch im Restaurant doppelt Spass. Wir sangen – die ganze Beiz klatschte, während die Eiskristalle gegen das Fenster gepeitscht wurden. Richtiges Hüttenfeeling.

Joris hat anschliessend im Haus eine repräsentative Umfrage übers Lager durchgeführt. Natürlich sind die Antworten gefiltert und streng zensiert. Etwas Ordnung muss sein. Ich kann Ihnen aber versichern, dass alles so gesagt wurde, was hier unten aufgeführt ist.

- Ich finde das Schlitteln toll. (Joris, Lukas K., Stefan, Nico)
- Es freut mich, dass es einen Casinoabend gibt. (Livio)
- Ich finde es cool, dass wir baden gehen dürfen. (Mattia)
- Ich finde es cool, dass wir jeden Abend etwas unternehmen. (Reto)
- Ich freue mich schon wieder auf die Heimreise. (Lukas L.)
- Am coolsten finde ich das Skifahren. (Nina, Lukas H., Dominik, Simon, Nicolas, Dario, Finn, Weronika)
- Ich habe tolle Zimmermitbewohner. (Rahel)
- Ich freue mich aufs Schwimmen. (Samira)
- Das Skifahren ist das tollste am Lager. (Lorena)
- Das Lager finde ich cool. (Vanessa)
- Am Mittwoch war es kalt. (Simona)
- Das Lager ist cool am Flumserberg. (Ladina)
- Ich finde das Essen super. (Alena, Celine, Jaris, Urs)
- Die Zimmereinteilung ist gut. (Julia)
- Die Abende sind schön. (Jana)
- Am Abend ist es immer sehr lustig. (Jenny)
- Ich finde die Disco cool. (Stefan, Robin, Benjamin)
- Ich finde die Abendprogramme cool. (Lea, Naemi, Isabel)
- Das Wetter ist super, wenn man in der Küche ist. (Myriam)
- Ganz anständige Kinder. (Petra)
- Mir gefällt es auch im Sturm. (Philippe)
- Tiefschneefahren ist cool, das Leiterteam am Jassen, die Küche hervorragend, die Kinder aufgestellt. (Carla)
- Wir haben ruhige Nächte. (Dominik)
- Tolle Leiter, brave Kinder, super Stimmung. (Stefan)
- Schöner Schnee, nette Kinder und lustiger Schulrat. (Valeria)

In rund einer halben Stunde spazieren wir zum Hallenbad, für uns nur ein kurzer Fussweg. Die meisten Kinder spielen, warm eingepackt, draussen im Schneetreiben.

 

 

Lagerblog 2, 16.1. / 23.15 - Besser als erwartet

Dem heutigen Tag sahen wir mit gemischten Gefühlen entgegen. Der Wetterbericht verhiess wirklich nichts Gutes. Nichts desto trotz begannen wir den Tag wie gewohnt mit einem ausgiebigen Frühstück und gruben dann unsere Ski aus dem Keller. Der Skitag wurde dann besser als erwartet. Vom Sturm bekamen wir in den tieferen Lagen nicht viel mit, allerdings waren die höher gelegenen Anlagen nicht in Betrieb. Auf der nachts präparierten Piste lag ein Flaum pulvriger Neuschnee, wirklich ein Spassfaktor für uns. Den ganzen Tag über fiel etwas Schnee, es war aber nicht kalt. Meist war die Sicht in Ordnung, nur teilweise zogen Nebelbänke übers Gelände. Trotzdem sind diese Verhältnisse natürlich anspruchsvoll und fordern viel Kraft. So waren alle froh, diesen Schneetag gut überstanden zu haben. Am Nachmittag freuten wir uns über den Besuch von Daniel, Marlene und Arno. Schön, wenn sich die Schulräte für unsere Aktivitäten im Lager interessieren.

Um 19.45 durften die Kinder einen Film geniessen, Kinobestuhlung, Popcorn und Getränke inklusive. Morgen gibt’s noch mehr Schneefall als heute. Am Morgen gehen wir nochmals auf die Piste, ab 14.00 ist das Hallenbad für uns reserviert. Allen Kindern geht es gut!

 

Lagerblog 1, 15.1.2018, 23.00

Das Gruppenhaus „Clubhaus an der Sihl“ muss jeweils am Sonntag übernommen werden. Unser Lager begann also mit einem Einfahrtag für die Leiter. Noch bevor die Kinder das Haus mit ihrem fröhlichen Lärm in Beschlag nahmen, transportierten wir Material den Berg hoch, richteten erste Dinge im Haus ein und erkundeten das Skigebiet. Wir zogen erste Schwünge in den Schnee und konnten feststellen, dass die Bedingungen auch dieses Jahr sehr gut sind. Auf den Pisten liegt genügend Schnee, alles ist hervorragend präpariert.

In den vergangenen Jahren konnten wir schon einige Kontakte knüpfen. Die Organisation der Sonderaktivitäten wie Skirennen, Hallenbadbesuch oder Schlitteln ging darum recht zügig voran, so dass wir unsere Energie für unsere Hauptaufgabe, die Betreuung der Kinder, aufwenden können.

In einem Lager hat das Kollektiv stets Priorität. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen ihre eigenen Bedürfnisse zu Gunsten der Gemeinschaft etwas zurück, anders würde das Zusammenleben nicht funktionieren. Eine wichtige Erfahrung, die die Kinder am Ende mit nach Hause nehmen. Auch Leiterinnen und Leiter verzichten während rund einer Woche auf Privatsphäre, schlafen im Gruppenzimmer, teilen sich die sanitären Anlagen mit vielen anderen und stellen sich beim Essen ganz hinten in die Reihe. Seit Jahren dürfen wir auf ein bewährtes Team zählen. Allen voran Petra und Myriam, die uns mit ihrer Arbeit in der Küche jeden Tag kulinarisch verwöhnen. Auch Valeria, Urs und Dominik investieren schon seit vielen Jahren ihre Freizeit für die Kinder unserer Schule. Die Transporte übernehmen dieses Jahr Dunja Baumgartner und Martin Ritter. Ohne all diese Freiwilligenarbeit wäre unser Lager nicht realisierbar – vielen herzlichen Dank!

Nach einer problemlosen Anreise wurden Schülerinnen und Schüler in Skigruppen eingeteilt und stürzten sich sofort die Pisten hinunter. Auch die Beginner lernten sehr schnell, sich auf neuer Unterlage und mit ungewohntem Material zu bewegen. Die Fortschritte innerhalb weniger Stunden sind bemerkenswert! Zum Mittagessen trafen sich alle im Lagerhaus, welches ideal erreichbar an der Piste liegt. Am Nachmittag genossen wir nochmals Schneesport bei besten Bedingungen. Jeden Abend gibt es in unserem Lager eine gemeinsame Aktivität. Heute verbrachten wir unsere Zeit draussen bei Gruppenspielen im Schnee, welche allen viel Spass machten.

Ab morgen prognostiziert die Vorhersage rauere Wetterbedingungen. Trotzdem werden wir den Tag voraussichtlich im Freien auf der Piste verbringen. Wenn nötig sind wir flexibel genug, das Programm umzustellen. Ein weiterer Vorteil, den ein erfahrenes Leiterteam mit sich bringt. Auf unsere Leute ist wirklich Verlass!

Alle Kinder sind im Bett. Aus einigen Zimmern ist noch leises Flüstern zu hören, aber schon bald wird überall Ruhe einkehren. Das war schon immer so. Alle Kinder sind gesund und munter, es geht allen gut!