In Liebe Nein sagen

Es waren zwei absolut spannende Stunden, welche Jasmine Häni zusammen mit den zahlreich anwesenden Erziehungsberechtigten und den Lehrperson der Primarschule Lienz gestaltete. Unter dem grossen Titel "In Liebe Nein sagen" griff Jasmine Häni verschiedene erziehungspädagogische Themen aus der Neuen Autorität auf. Während die "Alte Autorität" mit Macht, Strafen und disziplinarischen Möglichkeiten spielte, werden heute andere Methoden angewendet. In erster Linie geht es um die eigene Haltung, welche man als Erwachsener gegenüber einem Kind oder Jugendlichen einnimmt. Nein zu sagen ist nicht per se schlecht. Nein zu sagen bedeutet immer auch das Kind zu sehen, seine Gefühle und Bedürfnisse ernst zu nehmen und gleichzeitig Grenzen zu setzen. Diese Auseinandersetzung bedeutet, dass man als Erwachsener mit dem Kind in Beziehung geht und ihm den Rücken stärkt. Eine starke Beziehung zum Kind ist sehr zentral, damit auch im Moment des Neinsagens die Verbindung zum Erwachsenen nicht abbricht.

Ich mag dich, aber dieses Verhalten kann ich nicht tolerieren.

Ein weiterer Pfeiler der neuen Autorität ist die Differenzierung von Verhalten und Person. Mit einer eindrücklichen Aufstellung im Klassenzimmer schaffte es Jasmine Häni zu zeigen, dass hinter jedem Verhalten auch ein Grund, resp. ein Bedürfnis und schliesslich auch eine meist sehr verunsicherte Person steckt. Aus diesem Grund ist es bei Verhaltensauffälligkeiten immer wichtig das unerwünschte Verhalten zu benennen und nur gegen das Verhalten vorzugehen. Im gleichen Moment soll dem Kind auch signalisiert werden, wie gerne man es mag.

Mit einem Austausch in Gruppen über eine Methode, wie gegenüber unerwünschten Verhalten vorgegangen werden kann, wurde der Abend abgeschlossen. Die anwesenden Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen waren begeistert über den Inhalt dieses Workshops.

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