Skilager Flumserberg

Lagerblog Skilager 19

Donnerstag, 17.1.19, 23.30 - Renntag

Die Schlittelbahn am Flumserberg ist für uns ideal. Sie gehört nicht zur Sorte „gefährliche Eisbahn“, sondern könnte eher das Prädikat „weiche Schneepiste“ tragen. Ausserdem sind die Sturzräume momentan voll Tiefschnee, das macht sie ungefährlich. Sie macht aber trotzdem Spass. Bei schönsten Bedingungen sausten wir zu Tal. Die Zeit vor dem Mittagessen reichte auch noch für einige Trainingsfahrten auf den Skiern zur Vorbereitung für das Rennen.

Am Nachmittag stand dann einer der Höhepunkte des Lagers auf dem Programm: Klein Lauberhorn! Hunderte Freiwillige hatten eine würdige Strecke präpariert, SRF produzierte die Bilder für unzählige Fernsehstationen in ganz Europa und Übersee. Phil-Hippos Kippgallstangidiotilis, der Trainer der griechischen Nationalmannschaft, hatte zusammen mit seinen Assistenten einen eher flüssigen Kurs ausgeflaggt. Würde das unseren technisch versierten Fahrerinnen und Fahrern einen Strich durch die Rechnung machen? Ein Blick auf die Rangliste zerstreute aber sämtliche Bedenken. Joris Hanselmann, Dominik Thür sowie Finn Neuendorf pulverisierten in ihren Kategorien jeweils die Bestzeiten der vorher gestarteten Fahrer und liessen sich bis zum Schluss nicht mehr von der Spitze verdrängen!

Wie schnell sich die Bedingungen in den Bergen ändern können, erlebten wir heute Nachmittag. Die Vorbereitungen für’s Rennen trafen wir bei Sonnenschein. Bei Rennbeginn schlug das Wetter um, Nebel und Schneefall erschwerten die Sicht. Auf einer Piste, die man vorher unzählige Male problemlos befahren hat, findet man sich plötzlich nicht mehr ohne Weiteres zurecht. Schlussendlich hatten aber alle Kinder das Rennen absolviert und wir trafen uns im Restaurant zu einem Getränk.

Rangverkündigung und Bunter Abend bildeten das Programm für den letzten Abend. Nun sind alle Kinder im Bett, wir lassen den Tag ausklingen. Morgen früh räumen und putzen wir das Haus, dann bewegen wir uns nochmals ausgiebig im Schnee. Das Mittagessen werden wir im Restaurant Molseralp einnehmen.

Es ist nicht für alle Kinder einfach, fünf Tage in einem Lager zu verbringen. Sie müssen ihr gewohntes Umfeld verlassen, sich dem Kollektiv unterordnen und sich auf Menschen ausserhalb des Elternhauses verlassen. Für die meisten ist das kein Problem, einige haben Heimweh. Dagegen gibt es keine Tabletten, man kann es nur durchstehen. Wir sind uns dessen bewusst und stehen diesen Kindern zur Seite, so gut es geht. Wir sind froh, dass alle diese Woche gut gemeistert haben. Morgen Abend werden wir sie müde, aber hoffentlich gesund und um viele Erfahrungen und Erlebnisse reicher nach Hause bringen.

Mittwoch, 16.1.19 - 21.50 - Ein Tag für ein Ferienprospekt

Die äusseren Bedingungen von heute werden diese Woche schwer zu toppen sein. Keine Wolke am Himmel, angenehme Temperaturen, viel Sonnenschein und wunderbare Schneeverhältnisse. Alle Anlagen waren in Betrieb. Wir spulten viele Pistenkilometer ab. Dieses Jahr gibt es bei unseren 3. bis 6. Klässlern keine Skianfänger. Auch die vorsichtigste Gruppe bewältigt alle Hänge. Die meisten Kinder fahren recht sicher und zügig.

Nach dem Skifahren wurde im Aufenthaltsraum gespielt, einige erholten sich im Zimmer. Nach viel Bewegung an der frischen Luft tat diese Pause gut. Das anschliessende Essen war ausgezeichnet, wie übrigens schon während der ganzen Zeit. Eine gute Lagerküche trägt ganz wesentlich zur guten Stimmung bei, danke Petra und Dunja!

Am Abend marschierten wir zum Hallenbad, nur ein kurzer Fussweg von etwa zehn Minuten. Dort waren wir heute praktisch die einzigen Gäste. Die Bademeisterin hatte extra für uns das Klettergerüst unten gelassen. Alle, die wollten, konnten sich nochmals richtig austoben.

Morgen Vormittag jagen wir unsere Schlitten den Berg hinunter, am Nachmittag findet das Skirennen am Prodkamm statt. Piste Nr. 5 wird eigens für uns gesperrt, die Rennfahrer fiebern dem Ereignis entgegen. Alle Kinder und Leiter sind wohlauf.

 

Dienstag, 15.1.19 - 22.15 - Traumtag

Einmal mehr zeigte sich heute, dass es sich lohnt, optimistisch zu bleiben und sich nicht von einer Wetterprognose zu stark verunsichern zu lassen. Meteo Schweiz hatte einen bewölkten Tag vorausgesagt - erlebt haben wir einen wunderbaren Skitag, der schöner nicht hätte sein können. Alles glitzerte, wir fuhren über eine weiche Schneedecke, welche aus Milliarden glitzernder Diamanten zu bestehen schien. Sonne satt vom Morgen bis am Abend. Die Temperaturen sind angenehm.

Die Bergbahnen konnten beinahe alle Anlagen in Betrieb nehmen. Dass die Lawinensituation trotzdem ernst zu nehmen ist, zeigte uns ein Lawinenabgang abseits der Piste. Drei Variantenfahrer hatten ihn ausgelöst. Er löste eine aufwändige Rettung aus. Grosses Kopfschütteln über dieses Verhalten. Noch deutlicher kann von Behörden und Bergbahnen nicht gewarnt und informiert werden. Unsere Leiter halten sich selbstverständlich an alle Anweisungen und gehen keine unnötigen Risiken ein. Auf den freigegebenen Pisten ist es sicher, niemand von uns fährt abseits der freigegebenen Bereiche. Wir geniessen die traumhaften Verhältnisse mit gutem Gewissen.

Am Abend erhielten wir Besuch von Schulratspräsident und Aktuarin. Wir freuen uns über ihr Interesse am Lagerbetrieb, die Kinder noch mehr über die mitgebrachten Pfannkuchen – vielen Dank!

Nach dem Znacht zogen alle nochmals warme Kleidung und Schuhe an, das Abendprogramm fand im Tiefschnee statt. Zuerst kämpften wir uns in Einerkolonne durch die Schneemassen. Dann legten die Kinder mit Knicklichtern bunte Figuren in den Schnee. Es geht allen gut. Einige kleinere Blessuren versorgen wir mit Hilfe der Lagerapotheke. Carla scheucht gerade die Älteren ins Bett, die 3./4. Klässler sind schon seit einer halben Stunde dort. Wir Leiterinnen und Leiter sitzen wie jeden Abend gemütlich zusammen, auch das gehört zu einem Skilager.

Dieses Jahr hat unser Leiterteam einige Veränderungen erfahren. Neben Petra Haltiner arbeitet neu Dunja Baumgartner in der Küche mit, Valentin Kluser und Lukas Heeb konnten wir als Skileiter gewinnen. Urs Brülisauer ist bereits das 11. Mal dabei!! Ohne ehrenamtliche Arbeit könnte ein solcher Wochenanlass nicht durchgeführt werden. Wir schätzen sehr, dass sich immer wieder engagierte Menschen bereit erklären, eine Woche dafür zu investieren – herzlichen Dank!

Montag, 14.1.2019, 23.00 - Schneesturm

Während im Flachland der Regen den Schnee flutet und in Matsch verwandelt, pfeift uns hier oben ein veritabler Schneesturm um die Ohren. Unser Skilager 19 begann für die Leiter mit einem Einfahrtag am Sonntag. Meist geht es vor der Hausübernahme auf dem Parkplatz ziemlich turbulent zu und her. Die einen wollen das Haus und die Parkplätze möglichst schnell verlassen, wir wollen möglichst schnell Material abladen und parkieren. Die Platzverhältnisse sind beengt, der viele Neuschnee macht das Manövrieren mit grossem Bus und Anhänger auch nicht einfacher. Schlussendlich klappte aber alles einwandfrei. Auch dank unseren drei neuen Leitern. Die neue Küchenfrau ist eine echte Trucker Lady. Ohne mit der Wimper zu zucken wirft sie Schneeketten auf den Bus, fährt eine steile, schneebedeckte Strasse hoch und parkiert sauber rückwärts ein. Unsere zwei jungen Neuleiter holen zum grossen Erstaunen der Noch-Hausmieter die Schneefräse aus der Garage und befreien tief verschneite Parkplätze von der weissen Last. Man muss einfach die richtigen Frauen und Männer dabei haben!

Da dieses Jahr schon das komplette Leiterteam vor Ort war, konnten wir das Skilageressen, welches ein kleiner Dank für die unentgeltliche Arbeit sein soll, schon am Sonntagabend durchführen.

Obwohl wir zusammen schon sehr viele Lager organisiert haben und eine gewisse Routine sicherlich hilft, muss man sich doch immer auf Überraschungen gefasst machen. So auch dieses Mal. Am Morgen früh wurde uns von den Bergbahnen Flumserberg mitgeteilt, dass die Gondelbahn von Unterterzen ins Berggebiet wegen starkem Wind ausser Betrieb war. So mussten wir umdisponieren. Wir verliessen den Zug in Flums und besetzten das Postauto Richtung Flumserberg. Vorher überbrückten wir die Wartezeit in einem Restaurant, dessen Fassade uns stark an die abgebrannte Sonne in Oberriet erinnerte. Innen war es aber ganz passabel und wir konnten sitzend und trocken warten.

Im Tannenheim erwarteten uns die Skileiter und wir konnten direkt auf die Piste. Diese sind butterweich und schön zu fahren. Das Wetter darf aber noch etwas besser werden. Es ist nicht kalt, aber Wind und Schneefall sorgen für eher ungemütliche Bedingungen. Alle Kinder meisterten aber den Tag im Schnee problemlos.

Am Abend durften die Kids nach dem feinen Nachtessen erstmals in die sehnlichst erwartete Disco. Um 20.00 versammelten sich alle im Speisesaal zum Kinoabend. Nun sind alle im Bett und schlafen (noch nicht). Wir freuen uns auf morgen, es geht allen Kindern gut.

Lagerblog Skilager 18

Skilager Flumserberge, 15. bis 19. Januar 2018

Lagerblog 5, 18.1., 22.30, Rennabsage

Leider musste das Skirennen abgesagt werden. Obwohl Organisatoren und Pistenarbeiter an die Grenze des Machbaren gegangen waren, konnte die Rennleitung aufgrund ständig wechselnder äusserer Bedingungen keinen fairen Wettkampf garantieren. So entschloss man sich schweren Herzens, die Athleten sowie zehntausende Zuschauer wieder ins Tal zu schicken.

Über Nacht war viel Neuschnee gefallen. Noch immer war der Wind ein Thema, aber zum Glück liefen die tiefer gelegenen Anlagen. Bis am Mittag hatten alle schon einige Kilometer auf Schnee zurückgelegt. Auch das Nachtschlitteln wurde von den Bergbahnen abgesagt, da für den Abend nochmals Wind erwartet wurde. Um 15.00 entschlossen sich zwei Gruppen kurzerhand, die Schlitten doch noch in Betrieb zu nehmen. Wir schafften drei Abfahrten, für die Kinder ein Riesengaudi. Die Bahn war nicht allzu schnell und alle Sturzräume waren mit Neuschnee gut gepolstert.

Nun gab es aber ein Problem. Wir hatten zwar schöne Preise für die Kinder ins Lager genommen, das Rennen dazu fehlte aber. Zum Glück gibt's Lotto. So fanden alle Artikel neue, glückliche Besitzer. Selbstverständlich durften alle Kinder etwas Kleines auswählen.

Heute denken wir schon wieder ans Zusammenpacken. Das Schulmaterial ist bereits in Kisten verstaut. Die Kinder mussten ihre Taschen packen. Morgen müssen sie noch vor dem Morgenessen ihre Zimmer räumen. Nach dem Frühstück wird das Haus geputzt, auch hier packen dann alle mit an, für jedes Kind gibt es ein kleines Ämtli. Erstmals werden wir am Freitag das Mittagessen in einem Restaurant einnehmen, damit das Haus schon fertig geputzt und abgegeben werden kann. 

Alle Kinder sind gesund, wir hatten während der ganzen Woche keine kranken oder ernsthaft verletzten Kinder! Hoffen wir, dass das auch bis morgen Abend so bleibt!

Lagerblog 4 - 17.3., 22.00 - frisch gewaschen

Schon beim Fussmarsch Richtung Hallenbad schwante mir Übles. Aus allen Richtungen bewegten sich Schulklassen Richtung Mittenwald. Scheinbar hatten noch einige andere dieselbe Idee gehabt wie wir. So beschleunigten wir unsere Schritte geringfügig, wohl ohne uns etwas anmerken zu lassen, doch aber so, dass wir das Hallenbad knapp als erste erreichten. Immerhin konnten wir so die Garderoben als erste in Beschlag nehmen. Wenig später traf dann aber Unvermeidliche ein. Etwa 200 Kinder versuchten, ihre Körper ins 10 x 25 m Becken zu quetschen. Das führte von aussen beobachtet zu recht lustigen Situationen. Wir machten aber das Beste daraus und vergnügten uns trotzdem ganz gut. Im Anschluss durften die Kinder in den Läden von Flumserberg ihr Sackgeld verdunsten. Einige machten von der Gelegenheit Gebrauch, andere kehrten lieber sofort ins Haus zurück.

Nach dem Nachtessen brach in den Zimmern, Gängen und vor allem Waschräumen eine seltsame Hektik aus. Alle warfen sich in Schale, schmierten sich alle verfügbaren Gel-Reserven aufs Fell und taten sonst noch so einige lustige Dinge, um sich Casino tauglich herzurichten. Dann wurden alle mit einem beachtlichen Betrag ausgerüstet. Damit konnten die Kids dann bei den Leiterinnen und Leitern Geld verdienen oder verlieren, je nach Glück oder Pech im Spiel. An der Bar gab es coole Drinks für wenig Geld.

Nun sind die jüngeren im Bett. Die 5./6. Klässler vergnügen sich noch ein paar Minuten in der Disco, aber dort haben wir Alten keinen Zutritt. Ich weiss leider nicht, was da im Keller passiert…. Es geht allen Kindern gut. Wir haben keine ernsthaft Verletzten. Einige kleinere Wehwehchen verarzten wir mit unserer Lagerapotheke. Meist hilft eine Pause und etwas Zuspruch.

 

Lagerblog 3, 17.1., 13.30 - Vom Sturm geküsst

Heute besuchte uns Evi. Nein, nicht jene vom Kobelwald, sondern Sturm Evi. Weil das Hallenbad am Nachmittag erst um 14.00 öffnet, bleibt ein wenig Zeit, einen Mittagsblog zu verfassen.

Trotz Wind und Schnee wagten wir uns am Vormittag auf die Bretter. Der Prodalp Express beförderte uns auf den Berg, aber die Gondeln schwankten schon bedenklich. Wenig später wurde der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt. So blieben uns vorerst die tiefer gelegenen Schlepplifte, bis auch hier die meisten vor zu viel Wind kapitulieren mussten.

Wir zogen unsere Spuren, welche augenblicklich wieder verwischt wurden, über tief eingeschneite Hänge. Evi hat uns wieder mitten in den tiefsten Winter katapultiert. Doch auch dieses Wetter kann seinen Reiz haben, wenn die eigene Einstellung stimmt. Die Kinder jedenfalls hatten Freude, die elementare Gewalt der Natur direkt am eigenen Leib zu spüren, mindestens für einige Zeit. Dann machte ein Besuch im Restaurant doppelt Spass. Wir sangen – die ganze Beiz klatschte, während die Eiskristalle gegen das Fenster gepeitscht wurden. Richtiges Hüttenfeeling.

Joris hat anschliessend im Haus eine repräsentative Umfrage übers Lager durchgeführt. Natürlich sind die Antworten gefiltert und streng zensiert. Etwas Ordnung muss sein. Ich kann Ihnen aber versichern, dass alles so gesagt wurde, was hier unten aufgeführt ist.

- Ich finde das Schlitteln toll. (Joris, Lukas K., Stefan, Nico)
- Es freut mich, dass es einen Casinoabend gibt. (Livio)
- Ich finde es cool, dass wir baden gehen dürfen. (Mattia)
- Ich finde es cool, dass wir jeden Abend etwas unternehmen. (Reto)
- Ich freue mich schon wieder auf die Heimreise. (Lukas L.)
- Am coolsten finde ich das Skifahren. (Nina, Lukas H., Dominik, Simon, Nicolas, Dario, Finn, Weronika)
- Ich habe tolle Zimmermitbewohner. (Rahel)
- Ich freue mich aufs Schwimmen. (Samira)
- Das Skifahren ist das tollste am Lager. (Lorena)
- Das Lager finde ich cool. (Vanessa)
- Am Mittwoch war es kalt. (Simona)
- Das Lager ist cool am Flumserberg. (Ladina)
- Ich finde das Essen super. (Alena, Celine, Jaris, Urs)
- Die Zimmereinteilung ist gut. (Julia)
- Die Abende sind schön. (Jana)
- Am Abend ist es immer sehr lustig. (Jenny)
- Ich finde die Disco cool. (Stefan, Robin, Benjamin)
- Ich finde die Abendprogramme cool. (Lea, Naemi, Isabel)
- Das Wetter ist super, wenn man in der Küche ist. (Myriam)
- Ganz anständige Kinder. (Petra)
- Mir gefällt es auch im Sturm. (Philippe)
- Tiefschneefahren ist cool, das Leiterteam am Jassen, die Küche hervorragend, die Kinder aufgestellt. (Carla)
- Wir haben ruhige Nächte. (Dominik)
- Tolle Leiter, brave Kinder, super Stimmung. (Stefan)
- Schöner Schnee, nette Kinder und lustiger Schulrat. (Valeria)

In rund einer halben Stunde spazieren wir zum Hallenbad, für uns nur ein kurzer Fussweg. Die meisten Kinder spielen, warm eingepackt, draussen im Schneetreiben.

 

 

Lagerblog 2, 16.1. / 23.15 - Besser als erwartet

Dem heutigen Tag sahen wir mit gemischten Gefühlen entgegen. Der Wetterbericht verhiess wirklich nichts Gutes. Nichts desto trotz begannen wir den Tag wie gewohnt mit einem ausgiebigen Frühstück und gruben dann unsere Ski aus dem Keller. Der Skitag wurde dann besser als erwartet. Vom Sturm bekamen wir in den tieferen Lagen nicht viel mit, allerdings waren die höher gelegenen Anlagen nicht in Betrieb. Auf der nachts präparierten Piste lag ein Flaum pulvriger Neuschnee, wirklich ein Spassfaktor für uns. Den ganzen Tag über fiel etwas Schnee, es war aber nicht kalt. Meist war die Sicht in Ordnung, nur teilweise zogen Nebelbänke übers Gelände. Trotzdem sind diese Verhältnisse natürlich anspruchsvoll und fordern viel Kraft. So waren alle froh, diesen Schneetag gut überstanden zu haben. Am Nachmittag freuten wir uns über den Besuch von Daniel, Marlene und Arno. Schön, wenn sich die Schulräte für unsere Aktivitäten im Lager interessieren.

Um 19.45 durften die Kinder einen Film geniessen, Kinobestuhlung, Popcorn und Getränke inklusive. Morgen gibt’s noch mehr Schneefall als heute. Am Morgen gehen wir nochmals auf die Piste, ab 14.00 ist das Hallenbad für uns reserviert. Allen Kindern geht es gut!

 

Lagerblog 1, 15.1.2018, 23.00

Das Gruppenhaus „Clubhaus an der Sihl“ muss jeweils am Sonntag übernommen werden. Unser Lager begann also mit einem Einfahrtag für die Leiter. Noch bevor die Kinder das Haus mit ihrem fröhlichen Lärm in Beschlag nahmen, transportierten wir Material den Berg hoch, richteten erste Dinge im Haus ein und erkundeten das Skigebiet. Wir zogen erste Schwünge in den Schnee und konnten feststellen, dass die Bedingungen auch dieses Jahr sehr gut sind. Auf den Pisten liegt genügend Schnee, alles ist hervorragend präpariert.

In den vergangenen Jahren konnten wir schon einige Kontakte knüpfen. Die Organisation der Sonderaktivitäten wie Skirennen, Hallenbadbesuch oder Schlitteln ging darum recht zügig voran, so dass wir unsere Energie für unsere Hauptaufgabe, die Betreuung der Kinder, aufwenden können.

In einem Lager hat das Kollektiv stets Priorität. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen ihre eigenen Bedürfnisse zu Gunsten der Gemeinschaft etwas zurück, anders würde das Zusammenleben nicht funktionieren. Eine wichtige Erfahrung, die die Kinder am Ende mit nach Hause nehmen. Auch Leiterinnen und Leiter verzichten während rund einer Woche auf Privatsphäre, schlafen im Gruppenzimmer, teilen sich die sanitären Anlagen mit vielen anderen und stellen sich beim Essen ganz hinten in die Reihe. Seit Jahren dürfen wir auf ein bewährtes Team zählen. Allen voran Petra und Myriam, die uns mit ihrer Arbeit in der Küche jeden Tag kulinarisch verwöhnen. Auch Valeria, Urs und Dominik investieren schon seit vielen Jahren ihre Freizeit für die Kinder unserer Schule. Die Transporte übernehmen dieses Jahr Dunja Baumgartner und Martin Ritter. Ohne all diese Freiwilligenarbeit wäre unser Lager nicht realisierbar – vielen herzlichen Dank!

Nach einer problemlosen Anreise wurden Schülerinnen und Schüler in Skigruppen eingeteilt und stürzten sich sofort die Pisten hinunter. Auch die Beginner lernten sehr schnell, sich auf neuer Unterlage und mit ungewohntem Material zu bewegen. Die Fortschritte innerhalb weniger Stunden sind bemerkenswert! Zum Mittagessen trafen sich alle im Lagerhaus, welches ideal erreichbar an der Piste liegt. Am Nachmittag genossen wir nochmals Schneesport bei besten Bedingungen. Jeden Abend gibt es in unserem Lager eine gemeinsame Aktivität. Heute verbrachten wir unsere Zeit draussen bei Gruppenspielen im Schnee, welche allen viel Spass machten.

Ab morgen prognostiziert die Vorhersage rauere Wetterbedingungen. Trotzdem werden wir den Tag voraussichtlich im Freien auf der Piste verbringen. Wenn nötig sind wir flexibel genug, das Programm umzustellen. Ein weiterer Vorteil, den ein erfahrenes Leiterteam mit sich bringt. Auf unsere Leute ist wirklich Verlass!

Alle Kinder sind im Bett. Aus einigen Zimmern ist noch leises Flüstern zu hören, aber schon bald wird überall Ruhe einkehren. Das war schon immer so. Alle Kinder sind gesund und munter, es geht allen gut!