Daria
2016 DER ERNST DES LEBENS
Kurz vor dem Ende der Schulzeit – mit welchen Gefühlen tretet ihr ins Berufsleben über?
Daria: Aufregung, etwas Angst, aber auch Vorfreude, also mit gemischten Gefühlen. Dominik: Ich bin auch aufgeregt, freue mich aber auch auf die Arbeit und das Team. Für die Berufsschule habe ich gemischte Gefühle, weil mich dort etwas Neues erwartet.
Wer hat euch beim wichtigen Prozess der Berufsfindung unterstützt?
Daria: Mich haben meine Eltern unterstützt. Ich ging nicht so viel schnuppern. Zuerst wollte ich Bäckerin werden, kam dann aber aufgrund der Arbeitszeiten schnell davon ab. Das Schnuppern als Schreinerin hat mir sehr gut gefallen.
Wie habt ihr die Vorstellungsgespräche erlebt?
Daria: Ich war gar nicht so richtig in einem Vorstellungsgespräch. Nach der Schnupperwoche kam der Chef auf mich zu und fragte, wie es mir gefallen habe. Daraufhin schickte ich die Bewerbung ab und erhielt als Antwort ein Schreiben mit der Lehrstellenzusage.
Welchen Beruf erlernt ihr und in welchem Betrieb?
Daria: Schreinerin bei der Firma Buschor in Altstätten.
Welche Tipps könnt ihr jenen Schülern geben, die jetzt mitten in der Berufswahl stecken?
Daria: Probiert zuerst das aus, was ihr machen möchtet. Hört auf Tipps von Eltern und Lehrern. Strengt euch von Anfang an und denkt nicht, es wird schon irgendwann gehen. Wenn ihr etwas wollt, dann probiert es und denkt positiv!
Wie schauen eure beruflichen Ziele aus?
Daria: Ich möchte mich auf jeden Fall weiterbilden, weiss aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau in welche Richtung. Ich möchte das entscheiden, wenn es so weit ist.
2021 Schreinerin mit BMS

Was denkst du nach der Ausbildung zur Schreinerin, hast du dich vor sechs Jahren für den richtigen Beruf ent-schieden?Ja, ich bin immer noch der Meinung, dass meine Berufswahl richtig war. Während meiner ganzen Lehrzeit bereute ich es keinen Tag, einen handwerklichen Beruf gewählt zu haben. Zudem habe ich von meinem jetzigen Standort aus viele interessante Weiterbil-dungsmöglichkeiten, da ich nun nach der Lehrzeit die BMS absolviert habe.Ist dir der Wechsel von der Oberstufe in die Berufswelt leichtgefallen oder gab es Sachen, die du sehr vermisst hast?Natürlich gibt es Dinge, die mir in der Berufswelt fehlen. Vor allem den freien Mittwochnachmittag und das Mittagessen zuhause vermisse ich. Da ich jedoch das letzte Jahr wieder in der Schule verbracht habe, gibt es ausser der Grösse der Schule und der Distanz des Schulweges kaum Unterschiede.Der Vergleich Berufsschule – Oberstu-fe: Welche Grundlegenden Sachen laufen anders und welche gleich?Im Schulzimmer ist lediglich der Unterrichts-stoff etwas mehr auf die Praxis bezogen, der Schultag ausserhalb des Schulzimmers sieht jedoch ganz anders aus. Das Mittag-essen vor Ort ist sicher für die meisten neu und auch die Grösse der Schule macht einen Unterschied. Plötzlich kennt man nur noch einen Bruchteil der Schülerinnen und Schüler, die aus der ganzen Ostschweiz zusammenkommen. Was sagst du zu deinen Äusserungen im Schulblatt 2012, Véronique? Ich musste schmunzeln. Im Nachhinein denke ich, ich hätte auch in anderen Bereichen eine Schnupperlehre absolvieren sollen. Vielleicht hätte ich dann früher gemerkt, dass ich besser in einen Industriebetrieb passe.Wie sah dein weiterer Bildungsweg nach der Oberstufe aus?Ich begann, wie im Bericht 2012 erwähnt, meine Ausbildung als Fachfrau Hauswirt-schaft. Ich musste jedoch feststellen, dass dieser Beruf nicht das ist, was ich wollte. Ich brach nach 1.5 Jahren die Ausbildung ab. Danach war ich in der Konfektionsabteilung der Firma Jansen als Aushilfe angestellt. Dort lernte ich den Beruf Kunststofftechnologin kennen und begann 2015 die vierjährige Ausbildung. 2019 schloss ich diese erfolgreich ab. Arbeitest du noch in derselben Branche und am selben Ort?Nach der Ausbildung blieb ich ein halbes Jahr in der Firma Jansen. Seit Juni 2020 bin ich jedoch in der Firma ESA in St. Gallen als Lageristin/ Chauffeuse angestellt. Im Interview aus dem Schulblatt 2016 sagtest du, dass du dich nach der Lehre noch weiterbilden möchtest. Du hattest aber noch keine konkreten Pläne. Wie sehen deine Pläne heute aus?Ich hängte nach der Lehre noch die BMS an, da ich auch da noch der festen Überzeugung war, dass ein Studium das Richtige für mich ist. Nun bin ich wieder auf Stellensuche als Schreinerin, jedoch in der Westschweiz, um mein Französisch aufzubessern. Ob ich später noch ein Studium beginne oder eine Weiterbildung mache, ist noch unklar. Eine Stelle in einem Büro kann ich mir bis Fühltest du dich in der Oberstu-fe gut auf die Berufswahl vorbereitet?Im Grossen und Ganzen ja. Es ist schwer mit ca. 15 zu wissen, was man werden will. Wie wurdet ihr in der Berufsschule auf eure Zukunft vorbereitet?In der Berufsschule in Rapperswil wurden wir eigentlich nicht darauf vorbereitet. Wir mussten im letzten Lehrjahr eine Bewerbung für eine Stelle nach der Ausbildung schreiben. Wir hatten auch eine Infostunde rund um das Thema Weiterbil-dung. Hast du weitere Schulen besucht?Vor meiner Ausbildung machte ich einen Sprachaufenthalt in England. Dort besuchte ich eine Sprachschule. Wie siehst du deine berufliche Zukunft?Nächstes Jahr beginne ich eine Weiterbil-dung.heute noch nicht vorstellen, was die Weiterbildungen etwas einschränkt.Was würdest du den Schülern, die sich jetzt mitten in der Berufswahl befin-den, raten, damit sie eine gute Ent-scheidung treffen können?Wichtig ist, dass ihr möglichst viele ver-schiedene Berufe ausprobiert. Wählt euren Beruf auch nicht nach den verschiedenen Löhnen aus oder nach den Arbeitszeiten. Schaut darauf, was ihr gerne macht. Wichtig ist auch, dass euch die Arbeiterinnen und Arbeiter in einem Betrieb passen.