Fasnachtsumzug Kobelwald
Für einige ist es die fünfte Jahreszeit. Für viele Menschen in Kobelwald bedeutet der Fasnachtsanlass am Schmutzigen Donnerstag aber ganz einfach Ausnahmezustand. Daran ändern auch Regen und ein gelegentlicher Windstoss nichts.
Es waren nicht die mächtigen Gefährte, die das zahlreich erschienene Publikum am Strassenrand in seinen Bann zogen. Dafür wäre die Route mit ihren schmalen Gassen und engen Kurven auch gänzlich ungeeignet. Vielmehr punktete der Umzug durch Originalität und viel Liebe zum Detail.
Angeführt wurde das Spektakel von der Schülergugga Caramba vom OZO. Ganze 80 Jugendliche heizten zusammen mit ihren Lehrpersonen mit ihrem unverkennbaren Sound ein. Wer beim ersten Durchmarsch etwas verpasst hatte, erhielt eine zweite Chance. Die Gruppen zogen zuerst auf der Bergstrasse durchs Dorf, umrundeten die Kirche und kamen dann ein zweites Mal beim Dorfplatz vorbei.
Organisiert wird der Anlass seit jeher von der Primarschule und der Frauengemeinschaft Kobelwald. Dass es ein Schulanlass war, konnte man auch gut am Strassenrand erkennen. Alle Schülerinnen und Schüler vom Oberstufenzentrum Oberriet, viele von ihnen ehemalige Kobelwälder, feuerten die zehn Sujets lautstark an und demonstrierten damit den Zusammenhalt der Schulen untereinander. Am Schluss der bunten Karawane gab sich die Guggamusig Schnuddergoofa die Ehre. Mit ihrer Präsenz bekräftigte sie den festen Platz des Kobelwäldner Umzugs in der Oberrieter Fasnachtslandschaft.